Wenn es nach den neuesten Daten der Wirtschaftsforschung geht, scheint die Krise in großen Teilen überstanden zu sein: Die Unternehmen blicken recht zuversichtlich in die Zukunft.
Steigende Aktienkurse und hervorragende Quartalsergebnisse insbesondere der Banken scheinen den noch vor wenigen Monaten herrschenden Pessimismus abgelöst zu haben. Der überwiegend auf den Export fixierte deutsche Mittelstand sieht in den kleinen Hoffnungspflanzen der US-Amerikanischen Wirtschaft die Rettung aus der Not.
In der Tat gibt es Anlass, zu hoffen, dass die Finanzkrise sich nicht auf alle Branchen auswirken wird, dass die Konjunkturpakete tatsächlich die Auswirkungen der systemischen Katastrophe abfangen und dass der Arbeitsmarkt von den unvermeidlichen Nachbeben der weltweiten Entwicklungen nicht unmittelbar betroffen sein wird.
Ob indes nach Ablauf der verlängerten staatlichen Zuschüsse für Kurzarbeit, der Abwrackprämie und all der anderen Geschenke, die die Bevölkerung der Industrie momentan macht oder machen muss, von diesem Optimismus etwas übrig bleiben darf, wird wohl erst die Zeit nach der kommenden Bundestagswahl zeigen.
In Anbetracht der Kurzarbeiterzahlen, die wohl spätestens im nächsten Jahr zu einer Massenentlassung führen werden, scheint dieser Optimismus indes eher politischer Natur zu sein, um das planbare Ergebnis der bevorstehenden Bundestagswahl nicht zu beeinflussen. Dass die Weltwirtschaftskrise sich ausgerechnet auf den deutschen Arbeitsmarkt nicht auswirkt, dürfte ein naiver Gedanke sein.
Die deutsche Wirtschaft ist optimistischer
Juli 12th, 2009
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