
August 26th, 2011

admin
Ein Bausparvertrag ist primär für die Finanzierung oder den Bau einer Immobilie konzipiert. Heute wird ein Bausparvertrag auch als Geldanlage angesehen.
Wie funktioniert der Bausparvertrag
Beim Abschluss des Vertrags werden die Bausparsumme sowie die Laufzeit festgelegt. Die Bausparsumme ist die Summe, die der Sparer zu einem definierten Zeitpunkt benötigt, um eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen. Die Bausparsumme setzt sich zusammen aus dem Bauspardarlehen sowie dem angesparten Guthaben. Der Ablauf des Bausparvertrags erfolgt dann in drei Phasen. Die erste Phase ist die Ansparphase. Nach einem bestimmten Plan wird Geld angespart. Die Guthabenzinsen werden dem Guthaben zugerechnet. Die Höhe der Zinsen richtet sich nach dem vereinbarten Zinssatz. Nach der Ansparphase folgt die Zuteilungsphase. Diese ist erreicht, wenn das Mindestsparguthaben, die Mindestvertragslaufzeit sowie die Bewertungszahl erreicht wurden. Wenn diese drei Kriterien erfüllt sind, kann die Bausparsumme ausbezahlt werden. Nun beginnt die Darlehensphase. Das Darlehen muss mit den beim Vertragsabschluss festgelegten Darlehenszinsen zurückgezahlt werden. Wenn der Sparer das Darlehen nicht in Anspruch nehmen möchte, kann er sich das Guthaben inklusive Zinsen auszahlen lassen. Welcher Bausparvertrag im Einzelfall geeignet ist, zeigt beispielsweise diese Website.
Die staatliche Förderung
Ein Bausparvertrag wird staatlich gefördert. Es gibt zwei Formen der Förderung. Zum Einen die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen. Das ist eine Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 9 % oder maximal 470 Euro pro Person und Jahr auf vermögenswirksam geleistete Beiträge, die der Arbeitgeber bezahlt. Daneben gibt es eine Wohnungsbauprämie. Diese liegt bei maximal 512 Euro pro Person für Alleinstehende und 1.024 Euro pro Jahr für Ehepaare. Diese Zahlung ist allerdings nur bis zu einem gewissen Einkommen möglich.
Die Vorteile
Die Darlehenszinsen beim Bausparen sind sehr niedrig. Sie werden bereits bei Vertragsabschluss festgelegt und sind garantiert. Bausparen wird staatlich gefördert. Wenn die Sperrfrist abgelaufen ist, kann das Guthaben frei verwendet werden. Meist werden in diesem Fall von den Bausparkassen hohe Guthabenzinsen nachvergütet. Beim Bausparvertrag entscheidet der Sparer über die Höhe der Einzahlungen. Während der Darlehensphase sind Sondertilgungen möglich. Der Sparer kann jederzeit auf das Guthaben zugreifen.

Juli 27th, 2011

admin
Der Erfolg einer Anlage in Wohneigentum ist maßgeblich auch von der aktuellen Zinspolitik im Segment Baufinanzierungen abhängig. Die Entwicklung an den Kapitalmärkten ist nicht immer planungssicher kalkulierbar, doch zeigt die Vergangenheit, dass bestimmte Kriterien, die Einfluss auf die Bauzinshöhe nehmen, auch vom Zinsumfeld abhängig sind. Neben der Tilgungshöhe nimmt der Bauzins eine besondere Position bei der Berechnung der monatlichen Belastungsrate ein. Die Entwicklung des Bauzinses sollte daher immer im Focus des künftigen Darlehensnehmers stehen. Eine gute Quelle für aktuelle Entwicklungen auf dem Zinsmarkt für Baudarlehen findet sich auf aktuelle-bauzinsen.info.
Leitzins der Europäischen Zentralbank – nicht immer Richtlinien bestimmend
Als Anhaltspunkt für die Bewertung der Bauzinsen gilt immer die Entwicklung der letzten Jahre am Kapitalmarkt. Signifikant ist für die Bauzinsentwicklung seit Beginn der 90er Jahre, dass die Zinskurve permanent gesunken ist und gleichzeitig Zinsanstiege zu beobachten waren. Baudarlehen mit einer für die damalige Zeit übliche Zinsbindungsfrist von zehn Jahren waren für durchschnittlich 8,73 Prozent zu haben. Diese Bedingungen galten für das Jahrzehnt zwischen 1980 und 1990. Danach führte eine leichte Entspannung bis zum Jahrtausendwechsel zum einem Durchschnittszinssatz von rund 7,7 Prozent. Vom Jahr 2000 bis Anfang des vergangenen Jahres sank die Hypothekenzinsen auf durchschnittlich 5,1 Prozent. Senkt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins, profitiert der Darlehensnehmer nicht in jedem Fall. Nicht zwingend werden gleichzeitig die Hypothekenzinsen gesenkt, denn Banken versorgen sich für die Vergabe von Baudarlehen das Kapital nicht immer bei der Zentralbank, sondern vielmehr auf dem freien Kapitalmarkt.
Krise beeinflusste Hypothekenzinsentwicklung
Erreichten die Konditionen im Bereich Hypothekenzinsen Anfang der 90er Jahre noch Werte nahe der Zehn-Prozent-Marke, fielen diese bis zum Jahr 2000 auf für Darlehensnehmer erfreuliche 5-6 Prozent für Laufzeiten von bis zu 15 Jahren. Das bislang günstigste Niveau erreichten die Zinsen im Jahr 2005. Selbst für Zinsbindungen von 15 Jahren mussten Darlehensnehmer kaum mehr als 4.3 Prozent Hypothekenzinsen zahlen. Für konventionelle Annuitätendarlehen, die mit einer zehnjährigen Zinsbindung ausgestattet waren, verlangten die Banken kaum mehr als 4 Prozent. In den darauf folgenden Jahren wirkte sich die weltweite Finanzkrise auch hierzulande aus, sodass kurzfristig ein Zinsanstieg Mitte des Jahres 2008 auf rund 5 Prozent verzeichnet werden musste. Die EZB reagierte auf die Krisensituation mit einem mehrfachen Absenken des Leitzinssatzes auf den heute noch geltenden Wert von 1 Prozentpunkt. Aktuell werden Baudarlehen wieder mit Zinssätzen zwischen 3,5 bis 4 Prozent vergeben. Noch sind keine Prognosen für eine Leitzinserhöhung in Sicht, doch Experten rechnen damit, dass in der zweiten Jahreshälfte mit einem leichten Anstieg der Bauzinsen gerechnet werden muss. Anschlussfinanzierer sollten jetzt reagieren und sich den günstigen Bauzins über ein Forward-Darlehen sichern.

Juli 21st, 2011

admin
Der Nutzen der Riesterrente ist nach wie vor umstritten. Viele halten sie für die optimale Absicherung für das Alter – andere halten sie für absolut überflüssig.
Vorteile der Riesterrente
Das Einzahlen in diese Art der Rente wird mit Zulagen und Steuererstattungen gefördert. Die persönliche Förderquote des Einzelnen liegt in der Regel bei ca. 30 %.
Ein weiterer Vorteil ist das Bestehen einer Kapitalgarantie. Der Anbieter der Rentenversicherung muss mindestens 100 Prozent der eingezahlten Beiträge inklusive eventueller Zulagen garantieren. Ein Risiko des Verlustes zum Rentenbeginn ist damit also ausgeschlossen. Zudem garantiert die Riesterrente eine lebenslange Rente. Der Betrag der Rente darf nicht fallen und ist daher immer gleichbleibend bzw. ansteigend.
Seit dem Jahre 2009 kann die Rentenversicherung zudem auch zum Erwerb eines Eigenheims genutzt werden.
Nachteile der Riesterrente
Ein Nachteil der Rente ist, dass der geförderte Jahresbeitrag begrenzt ist und maximal 2100 Euro pro Jahr in der Steuererklärung als Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden können. Über das angesparte Guthaben kann erst ab dem 60. Lebensjahr verfügt werden. Und das auch nur in Form einer lebenslangen Rente – ein Anspruch auf Gesamtauszahlung besteht nicht. Lediglich 30 % des Guthabens können zu Rentenbeginn in einer Summe ausgezahlt werden. Die Rente wird zwar während der Ansparphase steuerlich gefördert, die späteren Rentenzahlungen müssen jedoch voll versteuert werden, obwohl die meisten Menschen während der Rentenphase weniger Geld zur Verfügung haben, als während des Arbeitslebens.
Bei den Personen, die eine Grundsicherung im Alter erhalten, wird zudem der angesparte Riesterbetrag voll auf die Sozialhilfe angerechnet, so dass unter dem Strich nicht mehr übrig bleibt, als für jemanden, der keine geförderte Rente abgeschlossen hat. Ein weiterer Nachteil der Riesterrente ist, dass die Angehörigen meistens nichts erben, wenn nicht zusätzlich eine vererbbare Rente oder ein Hinterbliebenenschutz vereinbart worden ist.
Fazit
Die Riesterrente hat Vor- und Nachteile. Ob eine Riesterrente die beste Möglichkeit für die Absicherung im Alter ist, kommt auf verschiedene Faktoren an und muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.