Wo die GKV an ihre Grenzen stößt – Zahnzusatz

Fast jede neue Reform des Gesundheitssystems hatte in den letzten Jahren zur Folge, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen immer weiter reduziert wurden. Immer mehr Leistungen, die nicht lebensnotwendig sind, wurden aus dem Katalog gestrichen. Besonders beim Zahnzusatz wird die Lücke immer größer: Wer die Zuzahlungen nicht aus eigener Tasche übernehmen möchte, ist auf eine Zahnzusatzversicherung angewiesen.

Früher Einstieg zahlt sich aus

Bereits junge Menschen sollten den Eintritt in eine Versicherung für Zahnzusatz überlegen. Denn je später die Police abgeschlossen wird, desto höher werden die Beiträge. Außerdem besteht nach Abschluss des Vertrages eine Frist über mehrere Monate, in denen die Zahnzusatzversicherung noch keine Leistungen übernimmt. Der Grund ist klar, die privaten Krankenkassen möchten sich davon schützen, dass vor einen Eingriff schnell noch eine Versicherung abgeschlossen wird. Vor dem Abschluss sollten die verschiedenen Tarife gut miteinander verglichen werden. Denn die Leistungen unterscheiden sich genau wie die Beiträge sehr deutlich voneinander.

Tarife unbedingt sorgfältig vergleichen

Wer erst mit Mitte 40 eintritt muss mit monatlichen Beiträgen um etwa 20 Euro rechnen, wer bereits als junger Erwachsener eine Versicherung für Zahnzusatz abschließt kann weniger als die Hälfte kalkulieren. Als Leistungen kann der Verbraucher dann immerhin Kronen und Brücken erwarten, sowie hochwertige Implantate und Kunststofffüllungen. Um die monatlichen Beiträge etwas zu senken, kann vereinbart werden, dass ein gewisser Anteil vom Versicherten selbst übernommen wird. Unbedingt sollten aber alle Tarifdetails gelesen werden: In einigen Fällen gibt es eine Obergrenze von beispielsweise 1500 Euro, ab der die Versicherungen keine weiteren Kosten mehr übernimmt. Außerdem ist für den Beitrag noch ein weiteres Kriterium wichtig: Vor Vertragsabschluss muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, in dem der Zustand der Zähne erfasst wird. Damit möchte die Krankenkasse das Risiko erfassen, dass neuer Zahnersatz fällig werden könnte. Auch wenn die Verlockung groß ist, sollten die Angaben wahrheitsgemäß gemacht werden. Denn stellt sich später heraus, dass der Zustand der Zähne schlechter ist als angegeben, übernimmt die Versicherung für Zahnzusatz die Leistungen nur teilweise.

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